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Gelassenheit und schwedische Zurückhaltung

Ein Artikel von René Herndl
Fotos: René Herndl

Fotos: René Herndl

Tradition verpflichtet, könnte man sagen, wenn man sich den Volvo XC40 zu Gemüte führt – auch wenn Volvo inzwischen nicht mehr in schwedischem Besitz ist. Die Formulierung „zu Gemüte führen“ ist mit Absicht gewählt, weil es nicht nur einsteigen und fahren bedeutet, dieses Fahrzeug zu bewegen. Doch alles der Reihe nach.

Zuerst die Optik von außen: Der Kühlergrill ist in Form und Gestaltung typisch Volvo, also nicht auffällig stylisch, auch wenn der Grill diesmal in Schwarz das Firmenlogo etwas mehr betont. Die Scheinwerfer sind gleich gestaltet wie bei allen Volvos. Dass der CX40 ein SUV ist, ist auch gleich erkennbar, also hoch und kantig bis zu den markentypischen Heckleuchten. Soweit so gut. Gleichwohl wirkt der Gesamtauftritt bullig und kompakt, eben ein Kompakt-SUV. Aber ohne zu übertreiben wirkt er „premium“, wie es in der Autosprache heißt. Auch wenn chromblitzender Zierrat fehlt, merkt man die hohe Qualitätsanmutung.

volvo_innenNächster Schritt: Man öffnet die Fahrertüre. Und da blickt man dann in einen aufgeräumten Innenraum, der zuerst nüchtern aussieht, der jedoch seine Qualitäten ausspielt, wenn man im ausgezeichnet geformten Gestühl Platz genommen hat. Übersichtlich erschließt sich sowohl die Fülle als auch die Bedienung der Funktionen, von denen am Lenkrad bis zum zentral und dem Fahrer zugeneigten Display. Man kann auf einen Blick erkennen, welche Funktionen ein- oder ausgeschaltet sind (und auch so bleiben). Man navigiert mit einem Finger am Touchscreen und findet alles, was man braucht. Bis hin zur fast konkurrenzlos perfekten Sicherheitsausstattung. Startknopf gedrückt und es kann losgehen.

Der 150-PS-Diesel werkelt eher unaufdringlich und beschleunigt je nach gewähltem Fahrmodus mehr oder weniger temperamentvoll. Die Geräuschkulisse ist bescheiden und zurückhaltend, außer man reizt die Drehzahlen aus – dann merkt man, dass man in einem Dieselauto sitzt. Auf der Autobahn? Ruhiges Dahingleiten und entspanntes Fahren sind absolute Stärken des Volvo-SUVs. Da sind auch lange Strecken ein Genuss. Auf einer Bergstraße oder um enge Kurven erweist er sich als agiler als man annehmen würde, sogar als recht flott – wohl auch dank des Vierradantriebs, der den nicht gerade leichten Volvo souverän steuern lässt. Und auch bergab geht es mit hervorragend verzögernden Bremsen und ohne große Wankbewegungen mit Gelassenheit durch die Serpentinen. Nur die Passagiere der zweiten Reihe sitzen nicht ganz so bequem, was aber an den Abmessungen des Autos liegt. Kofferraum? Ausreichend, aber Klassenbester ist er in dieser Disziplin nicht. Macht aber nix. Gesamt gesehen ist der XC40 ein wirklicher Premium-SUV – hat alles, kann alles, ist nahezu zeitlos und die Sicherheit ist sprichwörtlich: Prima! Auch wegen oder trotz der umfangreichen Ausstattung, auch im Multimediabereich.

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Volvo XC40 D3

  • Motor: Vierzylinder-Diesel, 1.969 cm3
  • Max. Drehmoment: 320 Nm / 1.750 U/min
  • Leistung: 150 PS (110 kW)
  • Beschleunigung 0 – 100 km/h: 9,9 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
  • Verbrauch (Test): 6,5 l/100 km (Norm: 5,1 l/100 km/h)
  • Preis: ab € 34.850,- (Testauto: € 47.364,-)
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