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Design & Funktion – mit technischen Finessen

Früher war man optisch ansprechende Autos eigentlich nur aus Italien gewohnt – und jetzt kommt so ein Schönling sogar aus Japan! Der Mazda 3 der jüngsten Generation hat aber noch mehr zu bieten als gelungenes Design!
Ein Artikel von René Herndl
Fotos: Mazda

Fotos: Mazda

Gleich vorweg: Das Design des Mazda 3 orientiert sich vielleicht nicht ausschließlich an praktischen Kriterien, aber im Vergleich mit Konkurrenten kann er locker mithalten und beim Design kann ihm kaum einer das Wasser reichen. Der fesche Japaner scheint so ganz ohne Vorgaben an die Nutzanwendung gezeichnet, birgt aber dennoch alle technischen Features, die heute von modernen Autos erwartet werden, sogar dort, wo die Unvernunft oft die Wahl der Assistenzsysteme bestimmt. Beispiel? Der Spurhalteassistent: vollkommen unnotwendig, irritierend beim Fahren, aber doch vorhanden – wie leider immer wieder bei solchen Systemen feststellbar. Das ist aber doch eher eine Nebensache, wenn man sich den Mazda 3 auch nur anschaut. Die gekonnte Übereinstimmung von Kurven und Schwüngen, die Absenz unmotivierter Sicken und Kanten machen den Kompakt-Mazda zu einer Erscheinung, die vielleicht nicht wirklich optisch herausfordert, die aber in ihrer optischen Präsenz aus dem Rahmen des Gewöhnlichen fällt. Man schaut gerne öfter auf die Form – aber das sind bloß subjektive Fakten.

Technische Ausstattung
Mazda3_HB_SoulRedCrystal_Action-20_hiresDie technischen Daten und Messwerte können ebenfalls beeindrucken – weniger durch Extreme als durch die Kombination, die ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Der Qualitätseindruck? Bestens! Da klingt nichts blechern oder billig, haptisch einwandfrei auch im Innenraum. Die Armaturen und Bedienelemente sind auf das praktisch Notwenige reduziert ohne irgendetwas vermissen zu lassen, das Head-up-Display zeigt alles fahrerisch Wichtige auf einen Blick, die Sitzposition ist untadelig zwischen straff und komfortabel und das Schaltgetriebe harmoniert perfekt mit dem Anspruch von Mazda, den Spagat zwischen feiner Optik und technischen Spielereien zu schaffen. Ganz selbstverständlich fügt sich auch die Motorisierung ein, die sich weder spektakulär sportlich noch lahm anfühlt – 122 PS reichen für flottes Fortkommen – die Landstraße ist ja keine Rennstrecke, wobei das Fahrwerk durchaus kernige Kurvenfahrten verträgt, jedenfalls besser als so mancher Mitbewerber. Und um auch etwas zu kritisieren: Die Rundumsicht ist nicht berauschend, was aber durch die vielen On-board-Kameras ausgeglichen wird. Der Kofferraum ist gerade ausreichend und die Sitzposition auf der Rückbank kann für Erwachsene auf längeren Fahrten eher nicht als besonders komfortabel bezeichnet werden, aber für Kinder reicht‘s allemal.

Viel Licht, wenig Schatten
Im Überblick ist der Mazda 3 ein überkomplett ausgestattetes Kompaktauto. Zusatzausstattungen sind de facto überflüssig, der Selbstzünder-Benzin-Motor namens „Skyactive“ kann von zart bis hart und der Preis ist fast schon ‚sozial‘ zu nennen, wenn man an die Zusatzausstattungspreislisten mancher Konkurrenten denkt, um auf ein ähnliches Niveau zu kommen.

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Mazda 3

  • Vierzylinder-Motor, 1.998 cm³
  • Leistung: 90 kW (122 PS), 213 Nm, 4.000 U/min
  • Vorderradantrieb, Sechsgang manuell
  • Verbrauch: 6 l/100 km
  • Beschleunigung: 0-100 km/h: 9,8 Sek.
  • Höchstgeschwindigkeit: 197 km/h
  • Preis: ab € 24.290,-

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