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Kreisverkehre blühen auf

Ein Artikel von Christian Heugl

An brachliegenden Grünflächen, die sich ohne großen Aufwand in blühende Insektenweiden verzaubern lassen, ist garantiert jeder Autofahrer schon vorbei gekurvt. Die Rede ist von Kreisverkehren, die es in allen Größen und Lagen in so ziemlich jeder Salzburger Gemeinde gibt. Jene in der Landeshauptstadt sind prachtvoll und unerhört aufwendig inszeniert – was bei den staugeplagten Autofahrern zumindest vorübergehend die Stimmungslage hebt. Je weiter dann aber die Reise in das Landesinnere geht, desto einfacher wird zumeist die Gestaltung der Kreisverkehre. Dabei könnten diese Schotter- oder Grünflächen leicht in wertvolle Blühteppiche verwandelt werden. Die Landwirtschaftskammer hat eine bemerkenswerte Aktion ins Leben gerufen: Sie stellt den teilnehmenden Landwirten passendes Saatgut zur Verfügung, aus dem dann artenreiche Blühsteifen entlang der Wiesen entstehen. Gleiches müsste doch auch im großen Stil mit Unterstützung des Landes in den Gemeinden möglich sein. Zusätzlicher Vorteil für die Kommunen ist der geringe Mähaufwand, der sich in der Regel auf einen Herbst- und einen Frühlingstermin beschränkt. Passende Objekte gibt es jedenfalls genug. Wie etwa jener einsame Kreisverkehr mitten im Halleiner Stadtteil Rehhofsiedlung, der nun mit Unterstützung der Stadt in eine ökologisch wertvolle Bienenweide verwandelt wird. Sehr zur Freude der Insekten, der hier wohnenden Imker und nicht zuletzt der Rehhofer Bevölkerung. Die so gewonnenen gut 100 Quadratmeter Blütenpracht sind zwar nur ein Tropfen am heißen Klimastein, aber das ist erst der Anfang und viele weitere „Umwidmungen“ brachliegender Flächen werden folgen.

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