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Gesunde Ernährung für Kinder

Gesund und ausgewogen – das ist im Idealfall die Ernährung von Kindern. Die Tennengauerin hat einige Vorurteile und Tipps dazu für Sie zusammengestellt.

Wann sollten Kinder essen?

„Ich beobachte vermehrt, dass Kinder zu jeder Zeit essen, sogar während des Spielens oder des Fernsehens. So ist die Aufmerksamkeit und Energie beim Spielen und fehlt bei der Verdauungskraft. Vielfach gibt es leider keine gemeinsamen familiären Essenszeiten mehr“, so die Salzburger Ernährungswissenschaftlerin Regina Strassl. Jedes Kind hat ein anderes Essverhalten und isst unterschiedlich viel. Gut ist, ausreichend Zeit für ein gesundes Frühstück in Ruhe einzuplanen, gemeinsam zu essen und beim Essen sitzen zu bleiben.

Täglich eine warme Mahlzeit muss sein, oder?

Ob etwas warm oder kalt gegessen wird, ist egal. Aber: Gekochtes, Gebratenes und Gebackenes ist wichtig, weil es Abwechslung in den Speiseplan bringt. Zudem sind warme Mahlzeiten meist automatisch nährstoffreicher zusammengesetzt als kalte Imbisse. Viele Lebensmittel, die wir in gekochten Mahlzeiten zu uns nehmen, können wir im Rohzustand gar nicht essen – etwa Kartoffeln oder Bohnen. Darüber hinaus enthalten die klassischen warmen Mahlzeiten, die viele von uns täglich zu sich nehmen, meist eine sinnvolle Mischung aus Eiweiß, Kohlenhydraten, Fett und Vitaminen. Und schließlich: Vieles schmeckt in warmem Zustand einfach besser. Gut ist eine möglichst vielfältige Ernährung mit abwechslungsreicher Auswahl.

Trinken zum Essen – verdirbt das den Appetit?

Im Gegenteil, das Essen rutscht oft besser. Außerdem sind Getränke zum Essen die einfachste Möglichkeit, den Flüssigkeitsbedarf zu decken. Kinder bis zehn Jahre brauchen etwa 800 bis 1.000 Milliliter pro Tag, bei Hitze oder Sport mehr. Geeignete Durstlöscher sind Trinkwasser, Mineralwasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees. Obstsäfte verdünnt man am besten im Verhältnis eins zu drei.

Was mache ich, wenn mein Kind ständig naschen will?

Die Lust auf Süßes ist zwar nicht angeboren, aber mit der süßen Muttermilch aufgesogen. Verbieten bringt nichts, im Gegenteil, denn Verbote lösen oft erst besonderes Interesse aus. Aber stellen Sie ruhig ein paar Regeln auf, zum Beispiel eine süße Viertelstunde am Nachmittag auf dem Sofa – und hinterher Zähne putzen. Oder Sie kaufen eine große süße Dose, aus der Sie nur gemeinsam naschen. Sie können den Heißhunger auf Süßes auch stillen, indem Palatschinken mit Marmelade gemacht werden.  Maria Riedler

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