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Das Wandern ist des Touristen Lust

Wandern liegt im Trend. Das hat auch die Tourismuswirtschaft erkannt. Mit dem neuen, grenzübergreifenden Salz-Alpensteig sollen nun sowohl Wandertouristen als auch Gelegenheitswanderer auf ihre Kosten kommen.

Wandern auf den Spuren des Salzes – das ist die Vision des neuen Salz-Alpensteiges, der vom Chiemsee bis zum Hallstättersee sechs historisch wichtige Salzgewinnungsstätten durchquert, unter anderem den Tennengau. Mit einer Länge von 230 Kilometern, aufgeteilt auf 18 Tagesetappen, ist der Salz-Alpensteig Österreichs erster zertifizierter „Premium-Weitwanderweg“. Zusätzlich zum Weitwanderweg gibt es außerdem 25 „Salz-Alpentouren“, die als Rundwanderwege angelegt und zwischen 7 und 50 Kilometern lang sind. Die Rundwanderwege sind eine Alternative für Gelegenheitswanderer und Familien, die nicht alle 18 Etappen bestreiten wollen.

Der Salz-Alpensteig führt durch sechs Salz-Regionen: Chiemsee-Alpenland, Chiemgau, Reichenhall, Berchtesgaden-Königssee, Tennengau und Dachstein-Salzkammergut. Auf den Tennengau entfallen insgesamt fünf Tagesetappen, die vom Dürrnberg über Golling, Scheffau, Abtenau und Annaberg führen.

Der an Kultur interessierte Wanderer

Salz ist nicht nur für den Tennengau einer der wichtigsten Tourismusfaktoren. Auch im benachbarten Bayern hat man schon längst die Anziehungskraft des „weißen Goldes“ erkannt. Mit dem Salz-Alpensteig erhoffen sich die sechs Regionen nun, ihr Potential gemeinsam ausschöpfen zu können, erklärt Franz Pölzleitner vom Gästeservice Tennengau: „Beim Salz-Alpensteig haben wir nun endlich die Chance ergriffen, die Salz-Regionen miteinander zu verbinden.“

Durch die Verknüpfung von Kultur und Wandern will man vor allem zwei Zielgruppen ansprechen. Erstens soll der Steig Weitwanderer und Wandertouristen in die Regionen locken. Im Idealfall würde der kulturinteressierte Wanderer dann auch gleich die örtlichen Salzgewinnungsstätten und Museen besuchen. In Hallein wären dies etwa das Salzbergwerk oder das Keltenmuseum. Zweitens richtet sich der Steig aber auch vor allem an eine in den letzten Jahren stark gewachsene Zielgruppe: die moderaten Gelegenheitswanderer. Auch für diese Gruppe sei der Steig zu bewältigen, versichert Pölzleitner: „Für den Salz-Alpensteig ist keine alpine Erfahrung notwendig, und es gibt auch mehrere Aufstiegshilfen.“ Vom Erfolg des Projektes ist er überzeugt: „Der Steig führt von einem Weltkulturerbe zum nächsten. Wir befinden uns in den attraktivsten Regionen Mitteleuropas.“

Die Kosten des Projektes belaufen sich auf etwa 980.000 Euro. Da der Salz-Alpensteig ein „EuRegio“-Projekt ist, steuert die Europäische Union die Hälfte der Kosten bei, die andere Hälfte wird von den sechs Tourismusregionen übernommen. Die Eröffnung des Salz-Alpensteiges ist für Ende April geplant.

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